
Peer-gestützte, präventive Trauma-Arbeit – ein stepped-care Angebot für psychisch belastete, traumatisierte Geflüchtete in Baden-Württemberg: Gemeinsam mit der Universität Konstanz bieten vivo-Mitglieder niederschwellige Unterstützung an.
Das aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg finanzierte Modellprojekt evaluiert niederschwellige gestufte Hilfen für psychisch belastete Geflüchtete durch entsprechend geschulte migrationserfahrene sprach- und kulturkompetente Peers, die in der jeweiligen Primärsprache für traumatische Belastung screenen und gestufte Hilfen anbieten.

Bei subklinischer Symptomatik bieten die Peer-Beraterinnen präventive, auf narrativer Biografiearbeit basierende Beratung für Belastungsabbau und Ressourcenaufbau an. Für diese Narrative Trauma-Arbeit, NAT, wurden Weiterbildungscurriculum und Praxishandbuch erstellt (Kaiser et al., 2026). Erste Ergebnisse bestätigen die Effizienz der differenzierten Identifizierung von Belastung und Hilfebedarf. Die Wirksamkeit von NAT wird in laufenden Beratungen validiert.